Bericht: Sommerlager Jungschar

In 8 Tagen reisten wir um die Welt: Japan, Australien, Schottland, USA, Russland, Äthiopien, Schweden ...

In unserem Sommerlager besuchten wir mit Röslis Reisen alle Kontinente der Welt. Rösli ist eine ältere Frau die uns in dieser Woche durch die verschiedenen Länder führte. Nicole, das „Wandelnde Lexikon“, unterstützte sie mit zahlreichen Informationen dazu. Jeweils am Morgen begrüssten sie uns im neuen Land und jeden Abend erzählten sie uns wie wir weiterreisen würden: mit dem Flugzeug, dem Schiff oder sogar mit dem Heissluftballon. Mit Nicole und Rösli sahen wir jeweils auch Günther. Er ist 32 Jahre alt, wohnt bei seiner Mutter und diese schickte ihn auch auf diese Reise, damit er einmal in die Welt hinaus kommt. Denn Günther hat eine riesige Angst vor Dreck und Bakterien. Trotz allem liess er sich auf diese Reise ein, allerdings nur mit vielen Flaschen Desinfektionsmittel.

Auf unserer Weltreise besuchten wir nach der Schweiz: Japan, Australien, Schottland, USA, Russland, Äthiopien und Schweden. Jeden Morgen wurden wir mit landestypischer Musik geweckt. In Russland mussten wir uns sogar in 5 Min. anziehen und vor unseren Zelten stramm stehen - bereit für den Morgenmarsch. Und in Schweden machten wir die Bewegungen zu „Huvud, axlar, knä och tå“ mit um wach zu werden. Nach dem Morgenessen gab es jeweils eine Andacht. In dieser Zeit hörten wir eine Geschichte über Paulus und seine Missionsreisen. Später diskutierten wir in der Kleingruppe über die gehörte Bibelstelle.

In jedem Land assen wir natürlich auch wie die Einheimischen. So gab es zum Beispiel in Japan 3x Reis, in Schottland Porridge oder in Amerika Hamburger.
Während des Tages lernten wir mit verschiedenen Aktivitäten das jeweilige Land kennen. Bevor wir abreisten, mussten wir noch unsere schweizerischen Fähigkeiten beim Traktorfahren, der Jasstaffete, Zahnstocher werfen, Dialektwörter raten oder ähnlichem beweisen.

In anderen Ländern lernten wir zum Beispiel auf japanische Art zu kämpfen, tanzen, falten und zeichnen, Bogen schiessen und Lasso werfen wie Indianer oder Cowboys, russisch marschieren oder äthiopisch Unihockey spielen; genannt: Genna. In Australien, bei den Aborigines, schnitzten wir einen Bumerang und bauten Staumauern, um den Einheimischen bei der Wasserversorgung ihrer Felder zu helfen. In Schottland machten wir natürlich bei den Highlandgames mit und im fortschrittlichen Russland konstruierten wir unsere eigenen Raketen. In vielen Ländern machten wir auch Geländespiele. Besonders beliebt waren diejenigen bei welchen man den gegnerischen Spielern den Bändel oder die Schnur entreissen musste um ihn auszuschalten.

Am Freitag Abend hatten die Leiter etwas ganz Besonderes vorbereitet: Eine Mutprobe, die die Kinder alleine bestehen mussten. Als sie diese bestanden hatten, bekamen sie ihren Jungschinamen und wurden gesegnet.

Während dem Zusammenräumen am letzten Tag kamen nach und nach die Eltern um ihre Kinder abzuholen. Zusammen machten wir noch ein Tschiaiai und Michu verteilte die Urkunden mit den Jungschinamen drauf. So verabschiedeten wir uns voneinander und vom Lagerplatz und fuhren langsam wieder in Richtung Zivilisation.

Vielen Dank für alle Kuchen und Zöpfe und noch viel mehr, dass Sie uns ihre Kinder anvertraut haben, damit wir mit ihnen eine so tolle Woche erleben durften!

Michu Augsburger

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